Ein bisschen mehr über mich...
- Bob_bloggt
- Mar 23, 2020
- 2 min read

Welcome to USA
Wer einigermaßen aufmerksam mitgelesen hat, dem ist möglicherweise aufgefallen, dass ich ursprünglich mit meiner Ex-Frau vor hatte, in die USA zu ziehen. Aus beruflichen Gründen. Nach der Trennung stand mir jedoch so gar nicht der Sinn danach, in dieser Ferne alleine Fuß zu fassen und so zerplatzte das Vorhaben wie die Schädel der Zombies in "Walking Dead". Doch nun ist es 2020 und die Zeiten haben sich geändert. Denn mit meiner Frau Sam habe ich endlich die Partnerin an meiner Seite und in meinem Leben, mit der selbst solche nicht unerheblichen Abenteuer plötzlich kein Problem mehr darstellen.
Nach zahlreichen Steinen, eher Felsbrocken, in unserem Weg haben wir es aber nun geschafft und leben seit Januar in den Vereinigten Staaten von Amerika. Goodyear, Arizona ist unsere neue Heimat geworden. Und verdammt ja, es sieht hier wirklich so aus, wie ich es mir aus Filmen vorgestellt habe. Einzig die durch die Prärie reitenden Cowboys fehlen vielleicht.
Bevor jetzt Fragen zum Thema "wie bekomme ich eine Greencard" oder "wie ist das da mit dem Arbeiten" durch eure hübschen Köpfe schießen möchte ich das gleich unterbinden. Ich habe hier durch meinen Arbeitgeber einen gewissen "Sonderstatus" und musste mich mit vielen Themen gar nicht erst befassen. Das mag man ruhig als Luxus bezeichnen. Harte Arbeit darf man es aber ebenfalls nennen.
Ein Schwabe auf Abwegen...
Ursprünglich stammt euer Bob aber aus dem beschaulichen (auch anderes Wort für langweilig) Augsburger Umland. Alleine die Nennung dieser Herkunft lässt meiner Frau die Kopfhaare aufstellen. Und, meine Güte, hat die Haare auf dem Kopf. Nun ist es also raus, ich bin ein Schwabe. Nein, ein Augsburger Schwabe. Was viel schlimmer ist. Denn für den Rest Bayerns sind wir zu schwäbisch, für die Baden-Württembergischen Schwaben aber nicht schwäbisch genug. Also zusammengefasst: Nichts Halbes und nichts Ganzes. Mein Weg war wunderbar vorbestimmt. Erst Schule, dann Bank. Versicherung wäre natürlich auch in Ordnung. Hauptsache was Kaufmännisches. Du bist hier geboren, Du wirst hier gefälligst auch sterben. Bloß nichts wagen, schwimm schön mit dem Strom. Danke, nein danke. Also fiel meine Berufswahl auf einen Arbeitgeber, welcher mich dann auch sogleich von zuhause weg holte. Gut so. Denn auf diese Weise konnte ich genau diesen Kreis durchbrechen.
Für meine Familie bin ich vermutlich deswegen und weil meine Ehefrau tätowiert ist ein Exot. Ein Revoluzzer. Ein Nicht-Häuslebauer. Wobei Ausnahmen die Regel bestätigen, denn meinen Neffen ereilte das selbe Schicksal. Dieser Banause hatte es doch glatt gewagt, mit seiner liebenswerten Freundin eine kleine Weltreise zu unternehmen. Und das mit unter 80 Jahren. Verrückt. Dieser Bengel.
Ich habe ihm dann aber auch wirklich die Leviten gelesen. Hier in unserem großen Haus. Am Rande der Wüste. Abends. Am Pool. Bei einem Barbecue... Und Bier...
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