
Ja da küss mich doch eine Ziege. Als Mann hast Du es nicht leicht. Wobei ja eigentlich doch. Wir Männer sind knallharte Kerle, die Spitze der Evolution. Du sagst uns eine Richtung und egal wie viele Feinde oder welche Gefahren dort lauern, wir stürmen los. Auf in den Kampf! Attacke!!! Mit Fahnen und Fanfaren galoppieren wir in jede Schlacht, da kennen wir nichts.
Und dann gibt es die Frauen. Die tun das nicht. Was vermutlich der Grund dafür sein dürfte, dass sie im Schnitt deutlich länger als wir Männer leben - sie setzen ihr Gehirn ein. Jenen Teil des Körpers, der einen vor allzu unsinnigen Handlungen bewahrt. Oder Schnellschüssen, oder selbstzerstörerischen Ideen, oder allem zusammen.
Nun will ich nicht unbedingt sagen, ich würde mein Oberstübchen nicht benutzen. Im Allgemeinen schätze ich mich selbst als einigermaßen clever ein, zumindest reicht es für das automatische Ein- und Ausatmen und noch kann ich mir auf der Toilette selbst das Gesäß reinigen (sofern man noch Toilettenpapier bekommt - ist ja heutzutage nicht mehr selbstverständlich). Was das also angeht kann ich sagen, würde ich zumindest eine Weile überleben können, ohne dass meine Frau mir Anweisungen gibt.
Hell right!
Eine andere Sache ist es jedoch mit Ratschlägen. Also wenn meine Frau mir im Grunde nur helfen will und etwas zu einer Angelegenheit beiträgt, was mich letztlich vor groben Fehlern oder unnötig häufigen Versuchen bewahren soll. Nur leider schrillen in diesem Moment bei mir sofort alle Alarmglocken "ACHTUNG! ACHTUNG! Die Frau meint etwas besser zu wissen... ACHTUNG! ACHTUNG!".
Dieses äußere Signal wird dann von meinem unglaublich klugen und wahnsinnig überlegenen Männer-Gehirn als Täuschungsversuch schonungslos enttarnt und entsprechend ignoriert. Richtig so. Immerhin bin ich es ja, der in den Kampf zieht und nicht sie. Pah!
Und so kommt es wie es häufig, ja nahezu immer kommt... Es geht schief, meine Frau behält Recht und lacht sich entsprechend den Popo eckig. Ganz besonders schlimm gestaltet sich dieses evolutionäre Verhalten immer dann, wenn ich etwas vermessen oder ausmessen soll. Natürlich weiß ich, was ein Meterstab oder ein Maßband sind und lesen kann ich zumindest rudimentär ebenfalls. Rein theoretisch sollte sich hier also kein Problem zu erkennen geben.
Nur leider nehme ich es mit dem genauen Anlegen dieser Abstands-Meßsysteme nicht allzu genau und so erziele ich meine unter höchsten wissenschaftlichen Standards erzielten Werte oftmals nach der Formal "Schräg anlegen + aus dem Augenwinkel drauf schauen = Passt schon". Als Ergebnis sitzt der Nagel dann logischerweise nicht da, wo meine Frau ihn eigentlich gerne gehabt hätte oder das Brett erweist sich als nach wie vor zu lang, obwohl vorher fachmännisch vermessen.
Noch etwas schlimmer wird es jedoch, wenn ich Entfernungen oder Abstände abschätze. Also das berühmte Pi-Mal-Daumen-Prinzip. Meine Frau kann das tatsächlich perfekt. Hier stimmt es oft eher, als würde man es per Zollstock messen. Doch ich muss mich hier auch mal etwas verteidigen. Mir wurde stets gesagt, mein Geschlechtsteil sei 30cm lang, im normalen Zustand, wenn ich aus eiskalten Wasser steige. Und daran orientiere ich mich natürlich - ist doch ganz logisch. Wenn man schon eine Meßlatte mit sich herum trägt, kann man dieses amtlich geeichte Gerät ja auch nutzen.
Die Emotionen meiner Frau, wenn ich mal wieder mit dem Kopf durch die Wand breche, schwanken dabei zwischen fassungslosen Kopfschütteln, Tränen der Verzweiflung oder einfach nur lauten Lachen. Und selbst WENN ich einmal korrekt gemessen haben sollte, vertue ich mich dann eben an anderer Stelle. Ich hoffe an dieser Stelle nur, dass sie nicht mit liest, dann wäre die Katze aus dem Sack.
In diesem Sinne... Messt anständig - spart Ärger.
Euer Bob_bloggt
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